Auswahl eines RAID-Typs

RAID (Redundant Array of Independent Disks) ist eine Datenspeicher-Technologie, bei der mehrere Festplatten zu einem einzigen Speicherplatz kombiniert werden können. Es gibt verschiedene Typen von RAID, die jeweils unterschiedliche Leistung, Speicherkapazität und Zuverlässigkeit bieten.

Dieser Artikel enthält eine kurze Übersicht über RAID-Typen, die von Synology NAS unterstützt werden, einschließlich der Implementierungsanforderungen sowie der Vor- und Nachteile.

Unterstützte RAID-Typen

Diese Tabelle gibt einen kurzen Überblick über die verschiedenen von Synology NAS unterstützten RAID-Typen, einschließlich der folgenden Angaben: Speicherkapazität, erforderliche Mindestanzahl von Festplatten für den RAID-Typ sowie die Anzahl der Festplattenfehler, die toleriert werden können, bevor ein Datenverlust auftritt.

Volume-Typ Anzahl der HDD Tolerierbare Festplattenfehler Beschreibung Volume-Kapazität
SHR 1 0
  • Optimiert Volume-Größe durch die Kombination von Festplatten verschiedener Größen.
  • Bietet Datenredundanz, wenn das Volume aus zwei oder mehr Festplatten besteht.
  • Empfohlen für Anfänger.
1 x (HDD-Größe)
2-3 1 Durch das System optimiert.
≧4 1-2
Basic 1 0
  • Bestehend aus einer Festplatte als unabhängige Einheit.
  • Bietet keine Datenredundanz.
1 x (HDD-Größe)
JBOD ≧2 0
  • Kombiniert eine Sammlung von Festplatten in einem einzigen Speicherplatz mit einer Speicherkapazität, die gleich der Summe aller Festplattenkapazitäten ist.
  • Bietet keine Datenredundanz.
Summe aller HDD-Größen
RAID 0 ≧2 0
  • Bietet „Striping“, einen Vorgang, bei dem Daten in Blöcke unterteilt und auf mehrere Festplatten verteilt werden, um die Leistung zu verbessern.
  • Bietet keine Datenredundanz.
N x (kleinste HDD-Größe)
RAID 1 2 1
  • Schreibt identische Daten gleichzeitig auf beide Festplatten.
  • Bietet Datenredundanz.
Kleinste HDD-Größe
3 2
4 3
RAID 5 ≧3 1
  • Implementiert Striping auf Blockebene mit Paritätsdaten, die über alle eingeschlossenen Festplatten verteilt sind, wodurch die Datenredundanz effizienter ist als bei RAID 1.
(N – 1) x (Kleinste HDD-Größe)
RAID 6 ≧4 2
  • Implementiert zwei Datenparitätsschichten, um redundante Daten gleich der Größe von zwei Festplatten zu speichern, und bietet ein höheres Maß an Datenredundanz als RAID 5.
(N – 2) x (Kleinste HDD-Größe)
RAID 10 ≧4
(gerade Zahl)
Hälfte der gesamten HDD
  • Bietet die Leistung von RAID 0 und das Datenschutzniveau von RAID 1, kombiniert Festplatten in Gruppen von zwei, in denen die Daten gespiegelt werden.
(N / 2) x (Kleinste HDD-Größe)

Hinweis:

Synology Hybrid RAID (SHR)

Synology Hybrid RAID (SHR) ist ein automatisiertes RAID-Management-System, das entwickelt wurde, um die Speicherverwaltung zu vereinfachen und ist auf die Bedürfnisse neuer Nutzer zugeschnitten, die nicht mit RAID-Typen vertraut sind.

SHR kann verschieden große Festplatten kombinieren, um ein Speicher-Volume mit optimierter Kapazität und Leistung zu schaffen, dadurch wird weniger Platz auf der Festplatte verschwendet und es bietet eine flexiblere Speicherlösung. Wenn eine ausreichende Menge an Laufwerke enthalten ist, gestattet SHR die 1- oder 2-Festplattenredundanz - dies bedeutet, dass im SHR-Volume ein oder zwei Laufwerke ausfallen können, ohne dass ein Datenverlust auftritt.

RAID 0

RAID 0 verbindet zwei oder mehr Laufwerke, um die Leistung und die Kapazität zu erhöhen, bietet jedoch keine Fehlertoleranz. Der Ausfall eines einzelnen Laufwerks führt zum Verlust aller Daten auf dem Array. RAID 0 eignet sich für nicht-kritische Systeme, bei denen ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis gefordert wird.

RAID 1

RAID 1 wird am häufigsten mit zwei Laufwerken implementiert. Daten auf den Festplatten werden gespiegelt, wodurch sich bei einem Ausfall einer Festplatte eine Fehlertoleranz ergibt. Die Leseleistung wird erhöht, während die Schreibleistung ähnlich wie bei einem einzelnen Laufwerk ist. Der Ausfall eines einzelnen Laufwerks erzeugt keinen Datenverlust. RAID 1 wird häufig verwendet, wenn die Fehlertoleranz sehr wichtig ist, und Raum und Leistung keine wichtigen Anforderungen sind.

RAID 5

RAID 5 bietet Fehlertoleranz und höhere Leseleistung. Ein Minimum von drei Laufwerken ist erforderlich. RAID 5 gestattet den Verlust eines einzelnen Laufwerks. Bei Ausfall eines Laufwerks werden die Daten des ausgefallenen Laufwerks aus der Parität, die auf den verbleibenden Laufwerken gestript ist, rekonstruiert. Dadurch wird sowohl die Lese- als auch die Schreibleistung stark beeinträchtigt, während ein RAID 5-Array einen fehlerhaften Status aufweist. RAID 5 ist ideal, wenn Platz und Kosten wichtiger sind als Leistung.

RAID 6

RAID 6 gleicht RAID 5, außer dass es eine weitere Striping-Schicht bietet und zwei ausgefallene Laufwerke unbeschadet überstehen kann. Ein Minimum von vier Laufwerken ist erforderlich. Die Leistung von RAID 6 ist durch diese zusätzliche Fehlertoleranz geringer als die von RAID 5. RAID 6 wird attraktiv, wenn Platz und Kosten wichtig sind, und der Ausfall mehrerer Laufwerke unbeschadet überstanden werden muss.

RAID 10

RAID 10 verbindet die Vorteile von RAID 1 und RAID 0. Die Lese- und Schreibleistung ist erhöht, aber es steht nur die Hälfte des gesamten Speicherplatzes für die Datenspeicherung zur Verfügung. Vier oder mehr Laufwerke werden benötigt, wodurch die Kosten relativ hoch sind, aber die Leistung ist großartig, während gleichzeitig eine Fehlertoleranz vorhanden ist. Ein RAID 10 kann den Ausfall mehrerer Laufwerke unbeschadet überstehen - vorausgesetzt, dass die Ausfälle nicht in der gleichen Untergruppe auftreten. RAID 10 ist ideal für Anwendungen mit einem hohen Input/Output-Bedarf, z. B. Datenbankserver.